Kampf um den Campingplatz in Loope: Kann die Schließung noch verhindert werden? (2026)

„Loope: Ein Kampf um das Idyll am Aggerufer“

Die Geschichte des Campingplatzes in Loope, einem kleinen Ort in Engelskirchen, ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie sich scheinbar unbedeutende Orte zu einem festen Bestandteil der lokalen Gemeinschaft entwickeln können. Doch nun steht dieser idyllische Platz vor einer ungewissen Zukunft. Kann die drohende Schließung noch abgewendet werden?

Ein Stück Heimat in Gefahr

Der Campingplatz an der Agger, der seit 1962 besteht, ist für viele Dauercamper und ihre Familien zu einem zweiten Zuhause geworden. Die Platzwartin Denise Kurth, die selbst seit Jahren dort verankert ist, beschreibt die besondere Atmosphäre: „Es ist ein Ort, an dem man zur Ruhe kommt und die Natur genießen kann. Für uns ist es mehr als nur ein Campingplatz.“

Die juristische Schlacht

Die Eigentümerin des Platzes, die anonym bleiben möchte, kaufte das Gelände im Jahr 2004, um die Schließungspläne des damaligen Betreibers zu verhindern. Doch nun steht sie selbst vor einer schwierigen Situation. Ein Medienbericht über die Idylle des Platzes führte dazu, dass das Kreisbauamt aufmerksam wurde und die sofortige Schließung anordnete. Die Eigentümerin wehrt sich seit 2024 juristisch gegen diese Entscheidung und konnte eine Fristverlängerung bis Ende 2027 erwirken.

Persönlich finde ich es bemerkenswert, wie sehr sich die Camper für ihren Platz einsetzen. Es zeigt, wie tief die Verbindung zu diesem Ort ist. Die Eigentümerin steht vor einer Herausforderung, denn sie muss nicht nur die rechtlichen Aspekte klären, sondern auch die Bedenken des Kreises in Bezug auf den Hochwasserschutz ausräumen.

Die Macht der Petition

Die Camper haben die Initiative ergriffen und eine Onlinepetition gestartet, um den Platz zu retten. Sie hoffen, dass die Öffentlichkeit und die lokale Bevölkerung sich ihrem Anliegen anschließen. Am 25. April laden sie die Looper Bevölkerung ein, sich auf dem Dorfplatz zu informieren und ins Gespräch zu kommen. Denise Kurth und ihre Mitstreiter werden vor Ort sein und für Fragen zur Verfügung stehen.

Was mich an dieser Geschichte besonders fasziniert, ist die Kraft, die aus der Gemeinschaft entsteht. Die Camper kämpfen nicht nur für ihren eigenen Aufenthaltsort, sondern für ein Stück gemeinsamer Erinnerung und Identität. Es ist ein Kampf um die Erhaltung eines Ortes, der für viele Menschen mehr bedeutet als nur ein Urlaubsziel.

Die Rolle der Behörden

Das Kreisbauamt hat eine klare Position: Wenn baurechtliche Verstöße vermutet werden und die Kommune kein eigenes Bauamt hat, übernimmt das Kreisbauamt die Prüfung. Die Sprecherin des Oberbergischen Kreises betont, dass zunächst die Legalität des Betriebs geprüft wird. Wenn keine akute Gefährdung vorliegt, wird eine nachträgliche Legalisierung angestrebt. Doch in diesem Fall scheint es Bedenken in Bezug auf den Hochwasserschutz zu geben.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass die Behörden eine ausgewogene Entscheidung treffen. Einerseits müssen sie die Sicherheit und die Einhaltung von Vorschriften gewährleisten, andererseits sollten sie die soziale und emotionale Bedeutung eines solchen Ortes nicht unterschätzen.

Ein Appell an die Gemeinschaft

Die Camper von Loope haben einen Appell an die Öffentlichkeit gerichtet. Sie hoffen, dass ihre Petition und ihre Bemühungen Gehör finden und dass der Campingplatz am Aggerufer erhalten bleiben kann. Es ist ein Kampf um ein Stück Heimat, um Erinnerungen und um die Gemeinschaft, die dort entstanden ist.

In meinen Augen ist es ein Beispiel dafür, wie lokale Initiativen und der Zusammenhalt einer Gemeinschaft einen Unterschied machen können. Die Zukunft des Campingplatzes liegt nun in den Händen der Behörden und der Unterstützung der Öffentlichkeit. Es bleibt abzuwarten, ob das Idyll am Aggerufer gerettet werden kann.

Kampf um den Campingplatz in Loope: Kann die Schließung noch verhindert werden? (2026)
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Author: Clemencia Bogisich Ret

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